Sichere Schulwege für Heidenau: Schüler, Eltern und Lehrkräfte gestalten das Mobilitätskonzept 2035+

Schulworkshop am 17. März 2026 im MeGAH (MehrGenerationenAktionsHaus[)

Wie kommen Heidenauer Kinder eigentlich zur Schule – und wo wird es brenzlig? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Schulworkshops, mit dem die Arbeit am Mobilitätskonzept 2035+ für Heidenau fortgesetzt wurde. Rund 25 Teilnehmende vom Pestalozzi-Gymnasium, der Grundschule Bruno Gleißberg und der Astrid-Lindgren-Grundschule kamen zusammen, um ihre Erfahrungen aus dem Alltag einzubringen.

Ablauf: Vom Punkt-Voting bis zur Kartenarbeit

Schon beim Eintreffen waren die Gäste gefragt: Per Klebepunkt bewerteten sie, wie sicher sie den Schulweg an den verschiedenen Heidenauer Schulen einschätzen. Nach einer Begrüßung wurde in einem kompakten Vortrag der Projektstand vorgestellt. Den Hauptteil des Abends bildete die Arbeit in drei Kleingruppen – pro Schule ein eigener Tisch mit Karte, Moderationskarten und Klebepunkten zur Priorisierung.

Die Kernaussagen aus den Schulen

Astrid-Lindgren-Grundschule:

Im Fokus stand die schwierige Querung der Bahnhofstraße im Bereich Ringstraße – die Sicht ist durch den Straßenknick eingeschränkt, eine Tempo-30-Regelung wurde mit Nachdruck gefordert. Auch der fehlende Radweg in der Dresdner Straße bleibt ein Dauerthema; hier wäre Tempo 30 ein machbarer Kompromiss. Großes Lob gab es für den neuen Kreisverkehr Dresdner Straße / Zschierener Straße.

Der Wunsch: Die vierwöchige Aktion zu sicheren Schulwegen alle zwei Jahre zu wiederholen.

Grundschule Bruno-Gleißberg:

Hier dominierte der Knotenpunkt – Hauptstraße (S 172) / Böhmischer Weg / Gabelsbergerstraße das Bild. Die bedingt verträglichen Abbiegeströme machen die Querung – gerade für Schulklassen – riskant. Hinzu kommen Dunkelheit als Angstthema (Sackgassenarm Ernst-Schneller-Straße, Werner-Seelenbinder-Straße, Sedlitzer Straße) und die Konflikte rund um den Schulzugang, der unmittelbar vor einem Umbau steht. Konkrete Ideen, die die Gruppe gerne erproben möchte:

  • eine Schulstraße im Sackgassenabschnitt der Ernst-Schneller-Straße und
  • eine Einbahnstraßenregelung in der Beethovenstraße

Pestalozzi-Gymnasium:

Die Gruppe priorisierte drei Themen:

  1. Den Knotenpunkt Martin-Luther-Straße / Dohnaer Straße entschärfen – schlechte Sicht und hohe Kfz-Geschwindigkeiten machen ihn zur kritischsten Stelle.
  2. Die Konflikte mit Gegenverkehr in der Martin-Luther-Straße lösen.
  3. Tempo 30 auf der Hauptstraße (S 172) und eine bessere Parkplatzausfahrt zur Werner-Seelenbinder-Straße.

Wiederkehrende Muster

Drei Themen zogen sich quer durch alle Tische:

  • fehlende oder unzureichende Radverkehrsanlagen
  • Sichtprobleme durch parkende Fahrzeuge und
  • überhöhte Geschwindigkeiten in Schulnähe.
    Tempo 30 – ob dauerhaft oder zeitlich begrenzt – war an mehreren Stellen das gemeinsame Lösungsmotiv.

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse fließen in die weitere Erarbeitung des Mobilitätskonzepts 2035+ ein und bilden u. a. die Grundlage für konkrete Maßnahmenvorschläge im jeweiligen Schulumfeld. Bürgermeisterin Frau Oertel und das Planungsbüro bedankten sich zum Abschluss für die engagierte Beteiligung – ein Abend, der gezeigt hat: Wer den Schulweg täglich geht oder fährt, kennt die Schwachstellen am besten.

Heinrich-Heine-Grundschule Großsedlitz (nachträglich erfasst)

In Groß- bzw. Kleinsedlitz fehlt es für einen sicheren Schulweg vor allem an einem Gehweg entlang der Parkstraße (K 8772). In diesem Zusammenhang wäre bereits jetzt eine gesicherte Querungsstelle, wie. z. B. ein Fußgängerüberweg im Vorfeld der Schule für die Kinder sinnvoll, die dennoch die Kreisstraße im Bankett entlang gehen müssen. Ein weiterer Knackpunkt bildet die Engstelle Neubauernweg (K 8772). Hierbei müssen die Grundschulkinder, aber auch Jugendliche der weiterführenden Schulen bei Tempo 50 auf der Fahrbahn gehen.

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